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Stiftung „Foundation for Food and Agriculture Research“ startet millionenschwere internationale Zusammenarbeit zur Beschleunigung der Entwicklung von Nutzpflanzen der Zukunft

WASHINGTON, 29. Juni 2017 – Die Foundation for Food and Agriculture Research (Stiftung zur Forschung zu Ernährung und Landwirtschaft; kurz: FFAR), eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in den USA, die durch einen breiten Konsens durch das 2014 verabschiedete Agrargesetz gegründet wurde, hat heute eine Zusammenarbeit mit Bayer, Biogemma, KWS, FAPESP, Precision PlantSciences, Rijk Zwaan und CIMMYT vereinbart. Unter dem Titel „Crops of the Future Collaborative“ will das neue Konsortium die Züchtung von Nutzpflanzen beschleunigen, um der steigenden Weltbevölkerung von 9,8 Milliarden Menschen bis 2050 und dem damit verbundenen weltweiten Nahrungsmittelbedarf zu sichern. Die Ersteinlage von 10 Millionen Dollar durch FFAR soll erwartungsgemäß größere zusätzliche Investitionen der Partner nach sich ziehen.

„Crops of the Future Collaborative“ will die Züchtung von Nutzpflanzen durch ein innovatives öffentlich-privates Modell vorantreiben, das urheberrechtlich geschütztes Wissen, finanzielle Mittel und technische Möglichkeiten zusammenbringt. Beginnend mit Mais, Blattgemüse, Weizen und kleinkörnigem Getreide geht das Konsortium der Frage nach, welche genetische Information einer Nutzpflanze Traits liefern kann, um den weltweiten Nahrungsbedarf in einer sich schnell verändernden Umwelt zu decken. Die Partner können durch das „one-to-many“-Modell eine Vervielfachung ihrer Investitionen erwarten.

„‚Crops of the Future Collaborative‘ bringt die Ressourcen führender Agrarunternehmen und Forschungsorganisationen zusammen, um den zukünftigen Herausforderungen an die Nahrungsmittelversorgung zu begegnen“, sagt Sally Rockey, Ph.D., Vorstand der FFAR. „Wir heißen die Gründungspartner herzlich willkommen und freuen uns, dass sie die Vision der Stiftung teilen, eine öffentlich-private Zusammenarbeit zu verstärken.“ Neuerungen sollen so auf bisher ungekannte Art beschleunigt werden. Aufbauend auf aktuellen Forschungserfolgen soll es den Wissenschaftlern besser als je zuvor möglich sein, Pflanzeneigenschaften zu bestimmen und zu verbessern. Der Fokus wird auf Genome Editing, Genome Sequencing und Phänomik liegen, die Beziehungen zwischen dem genetischen Aufbau einer Pflanze, ihren Umweltbedingungen und ihrer Leistung erforschen.

„Die gemeinsame Forschung von öffentlichen und privaten Partnern wird auf Ergebnisse und damit auch auf bereits getätigte Investitionen aufbauen, Landwirte wie ich werden den Return of Invest in Form verbesserter Pflanzen auf unseren Feldern sehen“, sagt Pam Johnson, frühere Präsidentin der National Corn Growers Association (Verband der Maisbauern) und Mitglied des FFAR Vorstands.

Das neue Konsortium wird die Möglichkeiten ausbauen, Nutzpflanzen mit speziellen Eigenschaften zu züchten, um diese noch besser an verschiedene Umweltbedingungen anzupassen, wie zum Beispiel verbesserte Nährstoffeigenschaften, Toleranz gegen Trockenheit, Hitze oder Hochwasser. Das von den Konsortiums-Partnern generierte Wissen soll durch wissenschaftliche Publikationen und Plattformen zugänglich gemacht werden, so dass staatliche wie private Züchtungsprojekte davon profitieren können.

„Rijk Zwaan will aktiv zur weltweiten Nahrungsmittelversorgung beitragen und den Gemüseverbrauch steigern. Unsere Teilnahme am Crops of the Future Collaborative, die Blattgemüse als einen Schwerpunkt hat, kann uns bei unserer Mission helfen“, sagt Kees Reinink, Ph.D., Vorstandsvorsitzender von Rijk Zwaan. „Uns in Forschung und Entwicklung mit Partnern zusammenzutun, ist ein wichtiger Teil unserer Strategie. Zusammen können wir die Weiterentwicklung von besserem Gemüse vorantreiben.“

„Als Gründungsmitglied freut sich Precision PlantSciences besonders darauf, mit den anderen Organisationen im Crops of the Future Collaborative zusammenzuarbeiten“, sagt Fayaz Khazi, Ph.D., Präsident von Precision PlantSciences. „Zusammen werden wir viele Probleme lösen, zum Beispiel wie man neue Ideen mit den relevantesten Methoden zusammenbringt, und das wird uns allen helfen, nicht nur bessere, sondern wegweisende oder gar lebensverändernde Produkte zu entwickeln. Durch die Teilnahme am Crops of the Future Collaborative unterstreicht Precision sein Engagement für die Gemeinschaft und seinen Ansatz, wissenschaftliche Erkenntnisse in Produkte zu übersetzen, die die Gesundheit unseres Planeten und all seiner Bewohner fördern.“

Organisationen, die sich an Crops of the Future Collaborative beteiligen möchten, können sich an die Foundation for Food and Agriculture Research wenden.

Über Foundation for Food and Agriculture Research (FFAR)

Die Foundation for Food and Agriculture Research ist eine gemeinnützige US-Organisation. Sie setzt sich für den Aufbau einzigartiger Partnerschaften ein, um innovative und gangbare Wissenschaftsprojekte zu unterstützen, die sich mit den aktuellen Herausforderungen in Nahrungsmittelanbau und Landwirtschaft befassen. FFAR bringt öffentliche und private Ressourcen zusammen, um wissenschaftliche und technische Forschung, Innovationen und Partnerschaften zu fördern, die zu einer nachhaltigen Steigerung der Nahrungsmittelproduktion für eine wachsende Weltbevölkerung beitragen. Vorstandsvorsitzender der FFAR ist der Präsident der Mississippi State University Mark Keenum, Ph.D.; zum Vorstand gehören ex officio Repräsentanten des US-Landwirtschaftsministeriums und der National Science Foundation.

 

Mehr erfahren: http://foundationfar.org/crops-of-the-future.


 
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